Wie wirkt sich die Entscheidung des OVG NRW zur Vorratsdatenspeicherung auf andere Provider aus?
Die Bundesnetzagentur kündigt eine forcierte Prüfung des Beschlusses an.

Die Bundesnetzagentur will die Auswirkungen eines Gerichtsbeschlusses zur Vorratsdatenspeicherung „sorgfältig prüfen“.
Nach Abschluss dieser Prüfung werde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben entschieden, „ob beziehungsweise inwieweit die Entscheidung Auswirkungen über das Verfahren hinaus hat“, teilte die Regulierungsbehörde
am Freitag auf Anfrage von Golem.de mit.
Die Speicherpflicht der Telekommunikationsprovider tritt am 1. Juli in Kraft. Daher werde die Prüfung entsprechend forciert.

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG NRW) in Münster hatte am Donnerstag entschieden,
dass die deutsche Regelung zur verdachtsunabhängigen Speicherung von Standort- und Verkehrsdaten nicht mit europäischen Recht vereinbar ist.
Allerdings betrifft die Entscheidung zunächst nur den Münchener Provider Spacenet, der mit Unterstützung des IT-Branchenverbands Eco gegen die Vorgaben
der Bundesnetzagentur geklagt hatte. Zudem steht eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren noch aus, da der Beschluss nur das Eilverfahren betraf.

Der Sitz der Bundesnetzagentur in Bonn
Der Sitz der Bundesnetzagentur in Bonn (Bild: Bundesnetzagentur)

Telekom hofft auf Erfolg eigener Klage

Andere Provider müssten daher versuchen, mit einem Eilverfahren nun selbst gegen die Datenspeicherung zu klagen.
Das gilt jedoch nicht für die Deutsche Telekom. Das Unternehmen hatte bereits im Mai vor dem Verwaltungsgericht Köln geklagt,
um die Speicherung von öffentlichen IP-Adressen bei Mobilfunk- oder WLAN-Nutzern zu vermeiden.
Da einer öffentlichen IPv4-Adresse durch die sogenannte Network Address Translation (NAT) sehr viele Nutzer zugeordnet werden könnten,
sei eine Speicherung der Daten für die Ermittlungsbehörden nutzlos, sagt die Telekom. Daher will der Provider erforderliche Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe vermeiden.

Die Telekom will die Klage nach dem Beschluss des OVG NRW jedoch nicht auf die komplette Speicherung der Vorratsdaten erweitern.
Das Unternehmen gehe davon, dass das Verwaltungsgericht die Entscheidung würdigen werde, teilte ein Sprecher auf Anfrage von Golem.de mit. Eine Entscheidung im Eilverfahren fällt vermutlich bis Ende Juni.

Die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung kostet die großen deutschen Telekommunikationsprovider bis zu 15 Millionen Euro.
Anders als die Telekom haben Vodafone und Telefónica ihre Systeme bereits startklar. Der IT-Sicherheitsexperte Jens Kubiziel veröffentlichte auf seinem Blog ein Musterschreiben,
mit dem Kunden ihre Provider auffordern können, ebenfalls gegen die Vorratsdatenspeicherung zu klagen.

Nachtrag vom 23. Juni 2017, 11:20 Uhr

Der Mobilfunkprovider Vodafone will keinen Eilantrag einreichen.
„Vodafone wird die Vorratsdatenspeicherung und die damit verbundenen Auskunftspflichten zum 1. Juli 2017 in dem vom Telekommunikationsgesetz vorgesehenen Umfang umsetzen“,
teilte das Unternehmen auf Anfrage von Golem.de mit.
Eine abschließende Bewertung zur Verfassungsmäßigkeit bleibe dem Bundesverfassungsgericht beziehungsweise dem Europäischen Gerichtshof vorbehalten.
„Eine Entscheidung ist kurzfristig nicht zu erwarten“, sagte der Sprecher.

Ähnlich verhält sich Telefónica/O2. Das Unternehmen habe das Urteil zur Kenntnis genommen und prüfe derzeit die Sachlage.
Eine Sprecherin verwies jedoch darauf, dass das Hauptsacheverfahren noch laufe und weitere Verfahren am Bundesverfassungsgericht anhängig seien.
„Wie diese verschiedenen Gerichtsverfahren zur Vorratsdatenspeicherung ausgehen werden, lässt sich nicht vorhersagen“, teilte Telefónica weiter mit.
Daher gelte nach wie vor der Anforderungskatalog der Bundesnetzagentur vom vergangenen November.

Nachtrag vom 23. Juni 2017, 13:06 Uhr

Nach Angaben des Verwaltungsgerichts Köln ging bis Freitagnachmittag noch kein weiterer Eilantrag gegen die Vorratsdatenspeicherung ein. Das sagte eine Sprecherin auf Anfrage von Golem.de.

Nachtrag vom 23. Juni 2017, 16:21 Uhr

Die Regulierungsbehörde will sich angesichts der kurzen Zeitspanne bis zum 1. Juli mit der Prüfung beeilen.
„Die Dringlichkeit verlässlicher Maßgaben zur Vorratsdatenspeicherung für alle Beteiligten ist der Bundesnetzagentur bewusst.
Die Bundesnetzagentur wird den Abschluss der Prüfung entsprechend forcieren“
, sagte ein Sprecher.

Quelle: Golem.de

Sehr geehrte/r Immobilienverkäufer/in,

dies ist keine übliche Makleranfrage!

Ich persönlich akzeptiere Ihre Entscheidung, die von Ihnen angebotene Immobilie von „privat an privat“ zu vermitteln und werde Sie weder anschreiben noch anrufen.

Wenn Sie jedoch den Schritt wagen möchten, Ihre Immobile professionell anbieten zu wollen kann ich (MoDoIT)
Ihnen nur ans Herz legen einen erfahrenen Menschen mit dieser Aufgabe zu betrauen.

Ich empfehle Ihnen einen Fachmann/Maklerexperten, mit über 30 Jahren Erfahrung, der dies mit bestem Wissen und Gewissen vollzieht.

Was macht denn nun einen guten Makler aus???

Die Aufgabe eines Immobilienmaklers in der heutigen Marktlage besteht NICHT darin, viele Interessenten für Ihre Immobilie zu suchen.
Das wird der Makler zwar tun, aber dafür brauchen Sie den Makler nicht.

  • Der gute Makler wird stattdessen EINEN Käufer suchen. Dafür wird er mit vielen Interessenten reden, deren Wünsche und Möglichkeiten analysieren und dann feststellen, ob Interessentin oder Interessent ein potenzieller und seriöser Käufer und darüber hinaus finanziell in der Lage ist, Ihre Immobilie zu erwerben.
  • Der gute Makler wird Ihre sensiblen Daten vor dem Zugriff unseriöser Scheininteressenten schützen.
  • Der gute Makler wird dafür Sorge tragen, dass Ihr Immobilienangebot kein Schaufenster für Einbrecher und Betrüger wird.
  • Ein guter Makler wird dafür sorgen, dass Sie nach erfolgreichem Verkauf ruhig schlafen können, ohne Angst vor Regressansprüchen.
  • Ein guter Makler wird den Wert Ihrer Immobilie gegenüber der finanzierenden Bank schlüssig begründen.

Und natürlich wird der Makler Ihre Immobilie auch angemessen bewerben.
Mit entsprechender Berufserfahrung und Talent kennt er schließlich jeden Kniff, um Ihre Immobilie ins rechte Licht zu rücken.

Falls Sie nun der Meinung sind die Hilfe eines erfahrenen Fachmanns durchaus gebrauchen zu können, empfehle ich hiermit:


Herrn Alfred Stegmann.

 

Wenn gewünscht, vermittle ich auch gerne oder beantworte weitere Fragen.

Herzliche Grüße

Ihr Daniel Mosiek (MoDoIT)

Mit der neuen S-Klasse schiebt Microsoft dem Lieblings-Hobby der anvisierten Zielgruppe der Schüler und Studenten einen Riegel vor:
Spiele von Steam, GOG & Co. bleiben draußen – die Jugend soll sich schließlich auf die wichtigen Dinge konzentrieren.

Gabe Newell – Chef von Valve Software und Betreiber von Steam, der weltweit größten Vertriebs-Plattform für Computerspiele – hatte es geahnt,
dass dieser Tag einmal kommen würde: Mit der Einführung von Windows S
lässt Microsoft nur noch den Software-Vertrieb über seinen eigenen Windows-Store zu und sperrt alle anderen Anbieter aus.

Gewiss, es betrifft erst einmal nur die Billigversion von Windows und sie lässt sich weiterhin auf ein vollwertiges Windows umrüsten. Aber Windows S zielt speziell auf den Computernachwuchs und lockt dessen Eltern mit extrem billigen Notebooks. Und wenn der Nachwuchs sich erst einmal daran gewöhnt, Software nur noch im Windows-Store zu kaufen, dann wird zumindest ein Teil von ihm das wohl auch in Zukunft tun.

(Bild: dpa, Jagadeesh Nv)

S wie Spielverderber

Mag sein, dass der Ausschluss der Spiele nur ein Kollateral-Schaden ist und Microsoft eigentlich den Schulen nur die Sicherungen seiner Enterprise-Version schmackhaft machen will.
Doch ob sie wollen oder nicht, sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits vereinfachen sie den Support-Aufwand,
indem Lehrer jetzt einfach festlegen können, was auf den Kisten laufen soll und was nicht. Zum anderen werden die Kleinen nun nicht mehr durch irgendeinen Ego-Shooter vom Büffeln abgelenkt –
das freut System-Admins wie auch besorgte Eltern und Lehrer.

Ein Kommentar von Hartmut Gieselmann

Ein Kommentar von Hartmut Gieselmann
Hartmut Gieselmann, Jahrgang 1971, testet seit Ende der 90er Jahre Spiele für c’t.
Als Redakteur ist er immer auf der Suche nach neuen Spielkonzepten und stellt diese regelmäßig in der Video-Reihe c’t zockt vor.

Wenn Hersteller die neuen S-Kunden künftig erreichen wollen, müssen sie ihr Spiel wohl oder übel im Windows-Store platzieren.
Damit knabbert Microsoft weiter an der Vorherrschaft von Steam. Zu sehr hatte es die Redmonder offenbar gewurmt,
dass eigene Initiativen wie „Games for Windows“ sich bislang als Rohrkrepierer erwiesen, während Steam von einem Rekord zum nächsten eilte.

Linux, das neue Spaß-System

Doch es gibt eine Alternative, selbst wenn man keine 50 Euro für das Update auf eine Windows-Vollversion berappen will.
In weiser Voraussicht hatte Valve bereits vor vier Jahren begonnen, Steam auf Linux zu portieren.
Vielleicht wird ja das freie Betriebssystem bald zum neuen El Dorado für Computerspieler.

Aber vielleicht kommt es ja auch gar nicht so weit und hiesige Kartellwächter machen Microsoft noch einen Strich durch die Rechnung.
Wie schon damals im Browser-Krieg könnten sie den Redmondern vorschreiben, dass sie weitere Download-Portale neben dem Windows-Store zulassen müssen.
Und dabei wollte Microsoft doch nur behilflich sein, im Kampf gegen die Bildungsmisere …

Quelle: Heise.de

Bitdefender und Palo Alto Networks stellen eine Verbindung zu einer gleichnamigen Backdoor für Windows und Linux her.
Als Hintermänner vermuten sie eine auch als Sofacy oder APT28 bekannte Hackergruppe.
Xagent kann auch Dateien stehlen und Screenshots aufzeichnen.

Die unter den Namen Fancy Bear, Sofacy, Sednit, Strontium und APT28 bekannte Hackergruppe, die auch für die Operation Pawn Storm verantwortlich ist,
hat offenbar eine neue Malware für Apples Desktopbetriebssystem macOS in Umlauf gebracht. Laut Bitdefender handelt es sich um eine Variante der Windows-Malware Xagent.
Das Unternehmen beschreibt sie als eine modulare Backdoor mit fortschrittlichen Cyberspionagefähigkeiten, die mithilfe des Komplex-Downloaders eingeschleust wird.


Gelangt die Backdoor auf ein System, prüft sie, ob ein Debugger aktiv ist und beendet sich anschließend. Andernfalls wartet sie auf eine Internetverbindung,
um die Kommunikation mit einem Befehlsserver aufzunehmen, dessen URLs Apple-Domains nachahmen.

Die Spyware-Module von Xagent sind in der Lage, die Hardware- und Softwarekonfiguration eines Macs abzufragen und eine Liste aller laufenden Prozesse zu erstellen.

Zudem kann Xagent Screenshots aufzeichnen und Browser-Passwörter ausspähen. Die wichtigste Spionagefunktion erlaubt es den Forschern zufolge jedoch,
iPhone-Backups auszulesen, die auf einem kompromittierten Mac gespeichert sind. Bitdefender betont, dass die Analyse der Module noch nicht abgeschlossen ist.

Die Verbindung zu der angeblich aus Russland stammenden Hackergruppe stellte Bitdefender vor allem über Ähnlichkeiten bei den verwendeten Modulen wie FileSystem,
KeyLogger, HttpChanel und RemoteShell her. Ihr Code entspreche dem Code der Module von Xagent für Windows und Linux.
Weitere Überschneidungen ergäben sich bei Strings im Malware-Code.

Zu demselben Ergebnis kamen auch Forscher von Palo Alto Networks. Sie beschreiben in einem Blogeintrag zudem weitere Befehle,
die Xagent ausführen kann. Demnach kann die Backdoor Dateien aus vorgegebenen Pfaden hochladen oder löschen,
in festen Intervallen Screenshots aufzeichnen, das Firefox-Passwort auslesen, Dateien per FTP an beliebige Server übermitteln und Dateieigenschaften abfragen.

Palo Alto Networks hat darüber hinaus Hosting-Daten von Xagent für macOS mit denen der Windows-Variante verglichen.
„Obwohl uns Telemetriedaten fehlen, waren wir in der Lage, eine lose Verbindung zu der Angriffskampagne herzustellen, die Sofacy gegen den Parteikongress der US-Demokraten ausgeführt hat.“

Allerdings wird Xagent bisher nur für zielgerichtete Angriffe verwendet. Generell ist die Verbreitung von Schadprogrammen für Apples Dekstopbetriebssystem sehr gering.
Eine kürzlich in Word-Dokumenten entdeckte Mac-Malware belegt jedoch ein grundsätzliches Interesse von Cyberkriminellen an Apple-Produkten.

Quelle: ZDNet.de

Breath of the Wild
Zelda bietet auf Switch bessere Auflösung und Sounds

Das Rollenspiel „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ soll auf Nintendo Switch und Wii U zwar inhaltlich gleich sein –
technisch gibt es laut Hersteller aber kleine Unterschiede.
Und Besitzer einer der Standardversionen von Wii U haben sogar ein echtes Problem.

Am 3. März 2017 will Nintendo The Legend of Zelda: Breath of the Wild veröffentlichen,
und zwar zeitgleich für die Wii U und seine ebenfalls ab diesem Tag verfügbare Hybridkonsole Switch.
Nun hat die Firma gegenüber US-Medien wie IGN.com erklärt, welche technischen Unterschiede es zwischen den beiden Fassungen geben wird.

Auf der Wii U wird das Rollenspiel nativ in einer Auflösung von 720p (1.280 x 720 Pixel) berechnet und dann hochskaliert,
während Switch im Dock nativ eine Auflösung von 900p (1.600 x 900 Pixel) verwendet.
Der Unterschied dürfte auf großen Monitoren gerade bei genauem Hinsehen zwar sichtbar sein, aber in der Praxis keine große Rolle spielen.

Immerhin verspricht Nintendo für beide Versionen eine Bildrate von 30 fps. Nintendo hat sich nicht dazu geäußert,
mit welcher nativen Auflösung das Spiel im Mobilbetrieb von Switch gerendert wird – das Display bietet selbst schließlich nur eine Auflösung von 720p.
Vermutlich wird Zelda dann ebenfalls nur mit 1.280 x 720 Pixeln berechnet, um den Akku zu schonen. Nintendo hatte vor wenigen Tagen gesagt,
dass The Legend of Zelda mit voll geladenem Akku rund drei Stunden lang spielbar sein wird.

Auf der Switch soll es etwas bessere Umgebungsgeräusche als auf der Wii U geben.
Damit sind das Pfeifen des Windes, Schritte, das Rauschen des Wassers und Ähnliches gemeint.
Ob das nur im Dock gilt oder auch im Mobilbetrieb von Switch, ist noch nicht bekannt.

Ein kleines Problem haben Spieler, die sich nur die günstigere Standardversion der Wii U gekauft haben.
Die verfügt nur über 8 GByte Speicherplatz, von denen aber ein Teil mit den Systemdaten sowie unter Umständen mit anderen Daten des Spielers belegt ist.
Für die Handelsversion auf Disc müssen aber laut Nintendo mindestens 3 GByte frei sein – was bedeutet: Daten löschen oder eine externe Festplatte anschließen.
Nintendo hat schon vor einiger Zeit eine Liste kompatibler Geräte veröffentlicht;
Memory Sticks sollen für das neue Zelda zu langsam sein.
Eine externe Festplatte benötigen in jedem Fall alle, die sich das Spiel als Download kaufen wollen. Diese Version ist auf Switch rund 13,4 GByte groß und auf Wii U 13 GByte.
Besitzer einer Premium-Wii-U mit 32 GByte internem Speicher haben diese Probleme nur, wenn sie bereits sehr viele Games installiert haben.

Ansonsten soll es zwischen den beiden Versionen nur minimale Unterschiede etwa bei einigen Symbolbildern geben.
Inhaltlich erleben Spieler mit Hauptfigur Link aber das gleiche Abenteuer in einer offenen Fantasywelt.

Quelle: Golem.de, die Videos hab ich zwecks besserer Auflösung durch eines von Youtube getauscht.


Ein Firmware-Update soll Patienten mit Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren davor schützen,
dass Hacker die Kontrolle über die Geräte übernehmen. Es gibt jedoch Zweifel daran, dass die Geräte nach dem Update sicher sind.
Die Herzschrittmacher und Defibrillatoren des amerikanischen Herstellers St. Jude Medical weisen haarsträubende Sicherheitslücken auf.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der US-Behörde für für Lebens- und Arzneimittel (Food and Drug Administration, FDA).
Kern des Problems ist demnach die Merlin@home genannte Basisstation, die im Haus des Patienten aufgestellt wird.

Sie kommuniziert über Funk mit dem Implantat und ist mit dem Internet verbunden,
damit sich der behandelnde Arzt aus der Ferne über den Zustand seines Patienten informieren kann.
Laut FDA können nicht autorisierte Personen durch Lücken die Basisstation manipulieren und damit die Funktion des Implantats stören.

Herz außer Takt

Herzschrittmacher Assurity+ von St. Jude Medical
Bild: Herzschrittmacher Assurity+ von St. Jude Medical

Ein Angreifer kann zum Beispiel den Takt des Herzschrittmachers manipulieren oder den Defibrillator auslösen.
Auch ein rapides Entladen der Batterie ist dem Bericht zufolge durch eine Manipulation der Basis möglich.
Neben Herzschrittmachern und Defibrillatoren sind Implantate betroffen, die in der kardialen Resynchronisationstherapie eingesetzt werden.

Für Abhilfe sorgt ein Firmware-Update, das der Hersteller St. Jude Medical seit Anfang der Woche an die Merlin-Basis verteilt.
Die FDA rät betroffenen Patienten, die Internetverbindung der Basis permanent aufrecht zu erhalten, damit gewährleistet ist,
dass der potenziell lebenswichtige Patch sein Ziel erreicht. Der Behörde liegen derzeit keine Berichte über Fälle vor,
in denen Patienten durch Ausnutzung der Schwachstellen zu Schaden gekommen sind.

Patch gut, alles gut?

Hersteller
Bild: Basisstation Merlin@home

Bild: Der Sicherheits- und Krypto-Experte Matthew Green zweifelt allerdings daran,
dass mit dem Firmware-Update alle Security-Probleme der Implantate gelöst wurden: Er weist darauf hin,
dass die Implantate auf zwei Wegen über Funk erreichbar sind. Es gibt eine Funkschnittstelle, die nur über die Distanz von zehn Zentimeter funktioniert.
Sie im Krankenhaus genutzt, etwa um die Implantate zu programmieren. Die zweite Schnittstelle kann über mehrere Meter angesprochen werden.

Letztere dient zur Kommunikation mit der Merlin-Basisstation beim Patienten. Nach Greens Einschätzung dürfte es gar nicht möglich sein,
kritische Befehle wie Schocks über die Merlin-Schnittstelle abzusetzen. Dem FDA-Bericht zufolge scheint das jedoch der Fall zu sein.
Zudem setzen die Geräte laut Green auf eine schwache Authentifizierung mit lediglich 24-bit-langen RSA-Schlüsseln. Diese sei innerhalb kürzester Zeit zu knacken

Verdacht der Börsenmanipulation

Die Geschichte über die Sicherheitsprobleme der Implantate hat eine ungewöhnliche Vorgeschichte: Im Herbst vergangenen Jahres hatten die Security-Firma MedSec und die Investmentfirma Muddy Waters Capital (MWC) dem Hersteller St. Jude vorgeworfen, dass dessen Herzschrittmacher und Defibrillatoren unsicher seien. St. Jude wehrte sich daraufhin in einer Stellungnahme.

Kurz darauf nährte ein Bloomberg-Bericht den Verdacht, dass MedSec und MWC die Problematik künstlich aufgebauscht haben, um finanziellen Vorteil daraus zu ziehen. Angeblich hat MWC vorher an der Börse auf den Kursverfall der Herstelleraktie spekuliert und zugleich Aktien eines direkten Konkurrenten erworben.

Quelle: Heise

Die Speicherkapazitäten steigen, ob nun bei Festplatten oder SSDs.
HGST kündigt eine 12-TByte-Festplatte an, verspricht sogar 14 TByte,
und 8-TByte-SSD soll es mit SAS- und PCIe-Interface geben.

HGST hat auf einer Analystenkonferenz gestern Abend neue Laufwerke für den Enterprise-Einsatz vorgestellt.

Die vierte Generation der hauseigenen Helium-Festplatten speichert nun 12 TByte auf acht Scheiben;
möglich wird dies durch nochmals dünnere Platter. Die Leistungsaufnahme will HGST noch einmal um 12 Prozent gesenkt haben,
zumindest wenn man die Leistungsaufnahme pro Kapazität betrachtet.
Die Rotationsgeschwindigkeit der He12 liegt bei 7200 min-1,
die Übertragungsraten sollen im Vergleich zum 10-TByte-Modell noch einmal leicht steigen.
Möglich wird die Beschleunigung auf bis zu 243 MByte/s wohl durch eine nochmals vergrößerte Datendichte auf den Scheiben.

14-TByte-Laufwerke geplant

Wie gehabt werden die Laufwerke mit SATA- und SAS-Anschluss erhältlich sein,
zudem dürften sie mit verschiedenen Sektorgrößen auf den Markt kommen.
Sie unterstützen Secure Erase und kommen mit fünf Jahren Garantie. Der DRAM-Cache ist 256 MByte groß,
die Wahrscheinlichkeit von Bitfehlern gibt HGST mit 1 × 10-15 an – ein üblicher Wert für Enterprise-Festplatten.
Derzeit sind die Festplatten bereits bei einigen ausgewählten Partnern im Einsatz,
in der ersten Hälfte des kommenden Jahres sollen sie auf dem Markt erhältlich sein. Zu Preisen hat sich HGST noch nicht geäußert.

Auf Basis des 12-TByte-Modells will HGST später mittels Shingled Magnetic Recording (SMR) die Kapazität auf 14 TByte steigern.
Durch leicht überlappende Spuren speichert die SMR-Technik noch einmal mehr Daten auf der gleichen Fläche, beim Schreiben aber kann es zu Leistungseinbußen kommen.
Für den Einsatz der SMR-Platte müssen die Anwendungen laut HGST angepasst sein, ein direkter Ersatz von PMR-Festplatten dürfte nicht möglich sein.
Mitte 2017 sollen die 14-TByte-Laufwerke verfügbar sein.

Enterprise-SSDs

Die PCIe-SSD SS200 wird als Einsteckkarte und im 2,5-Zoll-Gehäuse erhältlich sein. Sie fasst bis zu 8 TByte.

Die PCIe-SSD SN200 wird als Einsteckkarte und im 2,5-Zoll-Gehäuse erhältlich sein.
Sie fasst bis zu 8 TByte. Ebenfalls für den Einsatz in Rechenzentren hat HGST die SSDs Ultrastar SN200
und Ultrastar SS200 vorgestellt.
Beide sind mit bis zu 8 TByte Kapazität erhältlich. Das SAS-Modell, die Ultrastar SS200, soll beim Lesen bis zu 1800 MByte/s und 250.000 IOPS liefern,
die Schreibgeschwindigkeit liegt bei maximal 1000 MByte/s. Die SS200 wird ab Frühjahr in verschiedenen Versionen erhältlich sein,
diese unterscheiden sich unter anderem in der Haltbarkeit: Es soll Modelle mit 1 und 3 DWPD (Drive Writes Per Day) geben.

Die PCIe-SSD SN200 wird im 2,5-Zoll-Gehäuse und als Steckkarte erhältlich sein. 560.000 IOPS sollen die SSDs bei einem üblichen 70/30-Mix aus 4-K-Blöcken schaffen;
weitere technische Daten hat HGST noch nicht genannt. Die SN200 sollen ebenfalls im ersten Quartal des nächsten Jahres erhältlich sein.

Quelle: heise online

(Bild: dpa, Patrick Pleul/Archiv)

Facebook will nicht hinnehmen, dass Hamburgs Datenschützer Caspar den Datenaustausch mit Whatsapp untersagt hat. Deshalb zieht das soziale Netzwerk vor Gericht.

Facebook hat juristische Schritte gegen die Verwaltungsanordnung des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar eingeleitet,
die den Austausch von Nutzerdaten zwischen Whatsapp und Facebook untersagt.
Das soziale Netzwerk habe beim Verwaltungsgericht Hamburg einen Antrag auf Aussetzung der sofortigen Vollziehbarkeit der Verwaltungsanordnung gestellt,
erklärte Caspar gegenüber heise online. Facebook habe den Datenschutzbeauftragten informiert,
dass die Daten von Whatsapp-Nutzern mit deutschen Mobilfunknummern (Ländervorwahlbereich 0049) derzeit nicht übertragen würden.

Caspar hatte den am 25. August angekündigten Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook Ende September über eine
Anordnung beim Verwaltungsgericht für die deutschen WhatsApp-Nutzer untersagen lassen.
Weltweit sind rund eine Milliarde WhatsApp-Nutzer von dem Transfer ihrer Rufnummern betroffen.
Es gibt kein eigenes Opt-In-, sondern nur ein Opt-Out-Verfahren.
Ein Opt-Out verhindert allerdings nicht den Datentransfer, sondern schränkt nur die weitere Datenverwendung etwas ein.

Widerstand nicht nur in Deutschland

Facebooks Eilantrag ist ungewöhnliche 81 Seiten lang. Das Unternehmen argumentiert unter anderem,
dass sich deutsches Recht trotz eines einschlägigen Urteils
des Europäischen Gerichtshofs nicht auf den angekündigten Datentransfer anwenden lasse. Es gehe darum,
die Vorteile der Übernahme von WhatsApp zu Gunsten anderer Dienste der Facebook-Familie und ihrer Nutzer umzusetzen.
„Ein solcher Massenaustausch ist aus Datenschutzgründen nicht hinzunehmen. Ich gehe davon aus, dass die Frage des Schutzes der Privatsphäre von Millionen von Nutzern durch die Gerichte entschieden wird“, sagte Caspar.
Facebook betont jedoch, dass eine gültige Einwilligung der Nutzer eingeholt worden sei und der geplante Datentransfer zwischen zwei Konzernbereichen dem Industriestandard entspreche.

Caspar war der erste Datenschutzbeauftragte, der aufsichtsrechtlich tätig wurde. In der Zwischenzeit gehen auch andere europäische Datenschutzaufsichtsbehörden vor:
In Spanien, Italien und Großbritannien haben Behörden bereits Prüfungen den Datentransfers eingeleitet.
In Indien urteilte einem Bericht von Mashable
zufolge der High Court in Delhi, dass WhatsApp die Daten der Nutzer löschen müsse, die ein Opt-Out gewählt hatten. Auch müsse WhatsApp all die Daten löschen,
die vor dem 25. August erhoben worden waren.
In den USA forderten 14 Verbraucher- und Datenschutzorganisationen Ende September in einem gemeinsamen Brief
die US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission auf, gegen die „unfaire und irreführende“ Geschäftspraxis von Facebook aktiv zu werden.

Quelle: Heise.de

Bund und Länder wollen ein gesetzliches Verbot von Adblockern prüfen.
Doch das Selbstbestimmungsrecht der Nutzer und die Wettbewerbsfreiheit dürften solchen Plänen entgegenstehen.

Darf der Gesetzgeber mit einem Verbot von Adblockern die wirtschaftliche Existenz von Medienunternehmen sichern?
Nach Ansicht von Juristen ist dies derzeit nicht mit der Verfassung vereinbar. Zu diesem Urteil kommt zum einen der frühere Verfassungsrichter Udo di Fabio in einem Gutachten für die Kölner Eyeo GmbH
und zum anderen die Hamburger Wissenschaftlerin Simone Kuhlmann in einem Fachaufsatz für die Zeitschrift AfP (kostenpflichtig).
Die Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz hatte in ihrem Abschlussbericht gefordert,
ein gesetzliches Verbot von Adblockern zu prüfen.

Werbewirtschaft und verschiedene Verlage sehen einen „rechts- und medienpolitischen Bedarf für ein gesetzliches Verbot von Ad-Blockern“.
Die entsprechende Arbeitsgruppe der Kommission sieht das Geschäftsmodell von Adblockern ebenfalls „als rechtlich und mit Blick auf die Refinanzierung journalistisch-redaktioneller Angebote auch medienpolitisch als problematisch an“.
Die Arbeitsgruppe hält daher „die Prüfung gesetzlicher Regelungen für erforderlich“.

Keine Regulierungspflicht erkennbar

Nach Ansicht von di Fabio und Kuhlmann besteht derzeit keine Pflicht des Gesetzgebers, den Bestand von Medien durch ein Verbot von Adblockern zu schützen.
Ein Eingreifen sei erst erforderlich, „wenn der betroffene Mediensektor in seiner institutionellen Dimension in Gefahr ist“, schreibt Kuhlmann,
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Telekommunikationsrecht der Universität Hamburg.
Bloße finanzielle Einbußen etwa aufgrund des Verlustes existenzwichtiger Werbeeinnahmen durch veränderte Marktbedingungen reichten nicht aus.
Auch nach Ansicht di Fabios muss der Gesetzgeber erst tätig werden, „wenn der Einsatz selektiver Werbefilter jeglichen Entfaltungsraum der Kommunikationsfreiheiten aus Artikel 5 Absatz 1 Grundgesetz für die Presse, den Rundfunk oder das Filmwesen blockieren würde und damit grundrechtliche Substanz auf dem Spiel stünde“.

Allerdings könnte die große Koalition auf die Idee kommen, auch ohne eine solche existenzielle Gefährdung der Medien ein Adblocker-Verbot in die Wege zu leiten. Dies ist nach Ansicht der beiden Experten jedoch nicht ohne weiteres möglich.
So geht Kuhlmann davon aus, dass ein solches Verbot mit anderen Grundrechten kollidiert. Dazu zähle das im Artikel 12 des Grundgesetzes
verbriefte Recht auf freie Berufsausübung, auf das sich die Hersteller von Adblockern berufen könnten.

Persönlichkeits- und Wettbewerbsrecht gegen Verbot

Hinzu komme das in den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes fundierte Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
„Dieses schützt nicht nur die Freiheit der Person, selbst über die Preisgabe und Verwendung ihrer personenbezogenen Daten zu bestimmen, sondern auch das Recht des Einzelnen,
seine Privatsphäre von unerwünschter Einflussnahme anderer freizuhalten und die Möglichkeit, selbst darüber zu entscheiden, mit welchen Personen und in welchem Umfang er mit ihnen Kontakt haben will,
wozu auch das Recht zählt, im privaten Bereich von aufgedrängter Werbung verschont zu bleiben“, schreibt Kuhlmann.
Ein etwaiges Verbot von Adblockern würde sich demnach unmittelbar selbst gegen das Persönlichkeitsrecht des Nutzers richten und müsste sich insofern an diesem messen lassen.

Di Fabio sieht ebenfalls keine Erforderlichkeit, die einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von Nutzern rechtfertige. Ohnehin gebe es für den Gesetzgeber Gestaltungsmöglichkeiten „unterhalb der Verbotsschwelle“.
Dazu zählten etwa Richtlinien, nach denen der Nutzer über die Funktionen des Werbeblocker aufgeklärt werde. Kuhlmann hält insgesamt eine „Regulierung im Hinblick auf das verfassungsrechtlich garantierte informationelle Selbstbestimmungsrecht der Nutzer, sich vor aufgedrängter Werbung im Internet und dem Ausspähen durch Werbetreibende schützen zu können“, für „bedenklich“.

In zahlreichen Verfahren haben deutsche Gerichte in den vergangenen Jahren Adblocker grundsätzlich für rechtmäßig erklärt.
Auch die Pressefreiheit gebe den Medien nicht die Befugnis, dem Nutzer unerwünschte Werbung aufzudrängen, urteilte beispielsweise das Oberlandesgericht (OLG) Köln im Juni 2016.
Die Richter verwiesen darauf, dass der redaktionelle Inhalt der Website und die Werbung mit getrennten Datenströmen angeliefert würden, die als solche unverändert blieben.
„Es werde lediglich im Empfangsbereich des Nutzers dafür gesorgt, dass die Datenpakete mit Werbung auf dem Rechner des Nutzers gar nicht erst angezeigt werden“, schrieb das Gericht.
Das OLG Köln sprach sich allerdings gegen das bezahlte Whitelisting von Unternehmen aus. Die Eyeo GmbH, der Hersteller von Adblock Plus, verlangt von größeren Medien einen Umsatzanteil von 30 Prozent für das Whitelisting von Anzeigen.

Quelle: Golem.de

Google hat die nächste Android-Version veröffentlicht und für die Geräte der eigenen Nexus- und Pixel-Baureihen bereitgestellt. Die übrigen Hersteller dürften aber wie bisher ein paar Monate für Updates benötigen, wenn sie überhaupt kommen.

Android 7.0 bringt einen Mehrfenster-Modus, verbesserte Benachrichtigungen mit Möglichkeit zum direkten Antworten,
eine schnellere 3D-Engine hauptsächlich für Spiele sowie viele Detailverbesserungen.
Am heutigen Montag hat Google das seit Monaten unter dem Codenamen Nougat getestete Android N veröffentlicht und Updates für die hauseigenen Geräte bereitgestellt,
wie Google im Android-Blog bekannt gibt.
Auch für Entwickler stehen inzwischen ausführliche Informationen bereit.

 

Die Google-Smartphones Nexus 5X, 6 und 6P, die Tablets Nexus 9 und Pixel C sowie der Nexus Player bekommen das Update zum Download am Gerät (OTA) angeboten, alternativ stehen Images zum Download bereit.
Auch die beispielsweise in Indien Android-One-Geräte erhalten Android 7.
Die übrigen Hersteller dürften wie auch bei bisherigen Android-Updates mehrere Monate zum Veröffentlichen ihrer Updates benötigen.
Als erstes Neugerät mit Android 7 nennt Google das LG V20. Samsung hat für das vor kurzem vorgestellten Galaxy Note 7 ein zeitnahes Update in Aussicht gestellt,
liefert es aber mit Android 6 aus.

Neuerungen von Android 7.0

Neben den genannten hebt Google einige weitere Neuerungen hervor:

  • 72 neue Emojis, insgesamt nun über 1500 Minigrafiken
  • verbesserte Quicksettings
  • Umschalten zur vorigen App durch Doppeltipp auf das Icon, das die Übersicht der gestarteten Apps aufruft
  • verbesserter Standby zum Stromsparen
  • zusätzlich zur Vollverschlüsselung kommt eine Dateiverschlüsselung zum Einsatz, sodass auch auf gerooteten Multiuser-Systemen kein Nutzer Zugriff auf die Dateien der anderen Nutzer hat.
  • bei Erreichen der (bisher schon einstellbaren) Mobildatengrenze kann man nun Hintergrund-Apps den Zugriff aufs mobile Internet verweigern.
  • statt wie bisher nur die Schriftgröße verändern zu können, kann man nun die Größe der gesamten Bedienoberfläche anpassen.

Zu den angekündigten Seamless Updates – Android spielt Betriebssystem-Updates dann im Hintergrund ein – stellt Google klar,
dass sie wie vermutet nur auf zukünftigen Geräten funktionieren, aber nicht per Update auf aktuellen.
Die Seamless Updates lösen also wie vermutet nicht das Update-Problem von Android.

WebView-Doppelung vermieden

Eine weitere Änderung bei den Updates: Die Browser-Engine von Chrome ist nur noch einmal vorhanden.
Seit Google die Engine aus dem Android-Kern in die App WebView ausgelagert hat, war sie doppelt vorhanden, einmal in dieser updatefähigen App,
ein zweites Mal im Browse Chrome, falls installiert. Mit Chrome 51 lernt Android 7, die Browser-Engine der App Chrome auch für Apps zu nutzen,
die das WebView-Element nutzen; die zusätzliche App WebView ist dann nicht mehr notwendig
und wird laut Google keine Updates
mehr erhalten, sofern der Nutzer die Chrome-App aktiviert lässt.

Für Entwickler bietet Android 7 eine Möglichkeit zum vereinfachten Zugriff auf SD-Karten und andere Speichermedien –
ein bisher arg stiefmütterlich behandeltes Thema.
Zudem kann eine App nun per DocumentProvider virtuelle Dateien bereitstellen,
was über die bisherige Cloud-Fähigkeit dieser API hinausgeht.

Google hatte den Betatest von Android N im März gestartet und seitdem mehrere Previews zum Ausprobieren bereitgestellt.
Einige Neuerungen wie der Multi-Window-Modus waren schon von Anfang an vorhanden, andere sind später erst hinzu gekommen.
Manches wie die Anflüge einer Force-Touch-Unterstützung ist auch wieder herausgefallen.

Quelle: Heise.de